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RH-Bericht Brücken: Stellungnahme der Stadt

Die Stadt Hohenems hat bereits vor der Prüfung durch den RH Schritte zur Infrastrukturverbesserung vorgenommen, die Pläne zu einer stärkeren Kooperation mit dem Land werden begrüßt!

Der Bericht des Rechnungshofes definiert den Begriff „Brücke“ sehr kleinteilig: Aus seiner Sicht ist bereits ein Abwasserdurchlass, der kaum begangen oder befahren und auch optisch nicht als Brücke zu erkennen ist, als Brücke zu bewerten. Daraus resultiert auch die Anmerkung des RH, Daten zu den Brücken lägen unvollständig vor; das betraf einerseits wenig begangene Stege oder mit Rohren verbaute Durchführungen von Gewässern, die ungeachtet der geringen Verkehrsfrequenz oder aufgrund ihrer Bauart, nicht zwingend als Brücke ins Auge fallen, dennoch als Brücken eingeordnet wurden. Korrekt ist, dass die Erfassung und Dokumentation von Infrastruktur in der Stadt Hohenems in der Vergangenheit teilweise mangelhaft war. Ab 2015 wurde deshalb angefangen die komplette Infrastruktur mittels einer Facilitymanagementsoftware zu erfassen, dazu gehörten auch die Brücken. Der Prüfungszeitraum hat sich mit dieser Erfassung jedoch überschnitten.

 

Infrastruktur-Software und vorausschauende Prüfungen laufen bereits

Die Brückenbuch-Kenndaten sind mittlerweile alle in der Infrastruktur-Software der Stadt Hohenems eingepflegt und auf Stand. Je nach Brücke – aufgrund der Bauart, Belastung und der Frequentierung – wird ein individuelles Prüfungsintervall hinterlegt und per Ampelsystem überprüft. Darüber hinaus wird ein Modell mit Erhaltungszielen festgelegt, von Experten kontrolliert und entsprechend instandgehalten. Die Empfehlung des RH, Daten systematisch zu erfassen, wird also bereits umgesetzt. Die Zuständigkeiten zwischen den jeweiligen Brückenerhaltern, wie bsp. Land Vorarlberg oder ÖBB, sind dokumentiert, eine solche konnte im Zuge der Prüfung durch den RH nun geklärt werden.

 

Stadt ortet hohes Potential durch stärkere Kooperation mit dem Land

Die Stadt Hohenems begrüßt natürlich alle Vorschläge des RH-Berichts hinsichtlich einer verbesserten Zusammenarbeit auf Landesebene, auch ist die Einrichtung einer zentral organisierten Brückenüberprüfung in Vorarlberg denkbar, fachliches Wissen könnte gebündelt, die Verfahren standardisiert und allfällige Gerätschaften dadurch optimal genutzt werden.

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